Von der Sonne und dem Mond
Claudia van Koolwijk & Anke Lohrer
28.02. - 25.04.2026
Von der Sonne und dem Mond ist eine Ausstellung über das Staunen– und über das Sein in Bildern, Zeichen und Geschichten zu begreifen. Dabei geht es nicht um die Festlegung auf eine Realität, sondern vielmehr um ein offenes Gefüge von Bezügen. Erkenntnis erscheint hier nicht als linearer Fortschritt, sondern als zirkulärer Prozess, als Bewegung zwischen Anschauung, Imagination und Systematisierung.
In der Ausstellung zeigt Anke Lohrer (1969) eine raumübergreifende Installation aus Künstlerbüchern, Leinwänden und Videoarbeiten. Im Zentrum steht ein besonderes Objekt: ein Bücherrad, auf dem eine Auswahl ihrer Künstlerbücher präsentiert werden. Das Rad basiert auf einem Entwurf des italienischen Architekten und Ingenieurs Agostino Ramelli aus dem 16. Jahrhundert. Weltweit existieren nur noch wenige historische Bücherräder, etwa in Puebla, Neapel und Wolfenbüttel. Das in unserer Ausstellung gezeigte Exemplar wurde für Anke Lohrer von einem Kunsthandwerker in Norddeutschland eigens entworfen und gebaut. Anke Lohrer widmet sich spielerisch der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, Literatur und Philosophie ohne hier Grenzen zu setzen oder finale Behauptungen aufzustellen. Das Bücherrad ist für sie ein ebenso schönes wie funktionales Objekt der Wissensordnung – ein Denkraum in Bewegung, der das Lesen als physische und geistige Erfahrung fassbar macht.
Das vielschichtige Werk von Claudia van Koolwijk (1961- 2023) umfasst Fotografien, Papier und Stoffinstallationen, die auch als Kulisse für ihre Porträtfotografien dienten. Aus dem Nachlass der Künstlerin zeigt die Ausstellung einige Fotografien, darunter auch ein Selbstporträt. Die besonders feinen kleinformatigen Stickarbeiten, die ebenso zu sehen sind, bezeichnete die Künstlerin selbst als Ideenskizzen und als Ausdruck dessen, was sie gerade beschäftigte. In motivischer Nähe zur Tradition der Wunderkammer verbindet sie kunsthistorische, naturkundliche und spirituelle Bildquellen.
Die Welt als vernetztes Ganzes zu verstehen, prägte sowohl Ihr Leben wie auch ihr künstlerisches Werk. „Wir sind der Stoff, aus dem die Träume sind und unser kleines Leben wird durch einen Schlaf abgerundet.“ Dieses Zitat von Shakespeare war für Claudia van Koolwijk von besonderer Bedeutung.
Ihre Werke hängen in öffentlichen und privaten Sammlungen und wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Sie studierte von 1981 bis 1987 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Fritz Schwegler und Prof. Alfonso Hüppi, dessen Meisterschülerin sie wurde.
Von der Sonne und dem Mond ist eine Ausstellung über das Staunen– und über das Sein in Bildern, Zeichen und Geschichten zu begreifen. Dabei geht es nicht um die Festlegung auf eine Realität, sondern vielmehr um ein offenes Gefüge von Bezügen. Erkenntnis erscheint hier nicht als linearer Fortschritt, sondern als zirkulärer Prozess, als Bewegung zwischen Anschauung, Imagination und Systematisierung.
In der Ausstellung zeigt Anke Lohrer (1969) eine raumübergreifende Installation aus Künstlerbüchern, Leinwänden und Videoarbeiten. Im Zentrum steht ein besonderes Objekt: ein Bücherrad, auf dem eine Auswahl ihrer Künstlerbücher präsentiert werden. Das Rad basiert auf einem Entwurf des italienischen Architekten und Ingenieurs Agostino Ramelli aus dem 16. Jahrhundert. Weltweit existieren nur noch wenige historische Bücherräder, etwa in Puebla, Neapel und Wolfenbüttel. Das in unserer Ausstellung gezeigte Exemplar wurde für Anke Lohrer von einem Kunsthandwerker in Norddeutschland eigens entworfen und gebaut. Anke Lohrer widmet sich spielerisch der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, Literatur und Philosophie ohne hier Grenzen zu setzen oder finale Behauptungen aufzustellen. Das Bücherrad ist für sie ein ebenso schönes wie funktionales Objekt der Wissensordnung – ein Denkraum in Bewegung, der das Lesen als physische und geistige Erfahrung fassbar macht.
Das vielschichtige Werk von Claudia van Koolwijk (1961- 2023) umfasst Fotografien, Papier und Stoffinstallationen, die auch als Kulisse für ihre Porträtfotografien dienten. Aus dem Nachlass der Künstlerin zeigt die Ausstellung einige Fotografien, darunter auch ein Selbstporträt. Die besonders feinen kleinformatigen Stickarbeiten, die ebenso zu sehen sind, bezeichnete die Künstlerin selbst als Ideenskizzen und als Ausdruck dessen, was sie gerade beschäftigte. In motivischer Nähe zur Tradition der Wunderkammer verbindet sie kunsthistorische, naturkundliche und spirituelle Bildquellen.
Die Welt als vernetztes Ganzes zu verstehen, prägte sowohl Ihr Leben wie auch ihr künstlerisches Werk. „Wir sind der Stoff, aus dem die Träume sind und unser kleines Leben wird durch einen Schlaf abgerundet.“ Dieses Zitat von Shakespeare war für Claudia van Koolwijk von besonderer Bedeutung.
Ihre Werke hängen in öffentlichen und privaten Sammlungen und wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Sie studierte von 1981 bis 1987 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Fritz Schwegler und Prof. Alfonso Hüppi, dessen Meisterschülerin sie wurde.
Of the Sun and the Moon is an exhibition about wonder – and about understanding existence through images, symbols and stories. It is not about defining reality, but rather about an open structure of references. Here, knowledge does not appear as linear progress, but as a circular process, as a movement between perception, imagination and systematisation.
In the exhibition, Anke Lohrer (*1969) presents a multi-room installation consisting of artist's books, canvases and video works. At its centre is a special object: a book wheel on which her artist's books are presented. The wheel is based on a design by the 16th-century Italian architect and engineer Agostino Ramelli. Only a few historical book wheels remain in existence worldwide, for example in Puebla, Naples and Wolfenbüttel. The example shown in our exhibition was specially designed and built for
Anke Lohrer by a craftsman in northern Germany. Anke Lohrer playfully explores the interface between art and science, literature and philosophy without setting boundaries or making definitive statements. For her, the book wheel is both a beautiful and functional object of knowledge organisation – a space for thought in motion that makes reading a
tangible physical and spiritual experience.
The multilayered work of Claudia van Koolwijk (1961–2023) includes photographs, paper and fabric installations, which also served as backdrops for her portrait photographs. The exhibition shows several photographs from the artist's estate, including a self-portrait. The artist herself considered the particularly exquisite small-format embroideries, which are also on display, as sketches of ideas and expressions of what was currently occupying her mind. Closely related in motif to the tradition of the Wunderkammer, she combines art-historical, natural-historical and spiritual image sources.
Understanding the world as an interwoven whole characterized both her life and her artistic work. ‘We are the stuff that dreams are made of, and our little lives are rounded off by sleep.’ This quote from Shakespeare was of particular significance to Claudia van Koolwijk.
Her works feature in public and private collections and have been presented in numerous exhibitions. From 1981 to 1987, she studied at the Düsseldorf Art Academy under Prof. Fritz Schwegler and Prof. Alfonso Hüppi, whose master student she became.


