KEISUKE MATSUURA |
IRENE WEINGARTNER |
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structures of the infinite space
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Wings of the Void
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KEISUKE MATSUURA
Die Galerie Clara Maria Sels präsentiert erstmalig Arbeiten des japanischen Künstlers Keisuke Matsuura.
Keisuke Matsuura, (*1970 in Kyoto, Japan) studierte zunächst an der Tama Art University in Tokyo (1990 -96).
Seine Begeisterung für die ZERO-Bewegung veranlasste ihn nach Düsseldorf zu kommen.
Dort studierte er an der Kunstakademie (1979-2004) und wurde Meisterschüler von Prof.Christian Megert,
mit dem ihm bis heute eine enge Freundschaft verbindet und für den er viele Jahre als persönlicher Assistent tätig war. Matsuura arbeitet sowohl im installativen Bereich wie auch in der Malerei und Objekt-Kunst.
In seiner Ausstellung structures of the infinite space präsentiert der Künstler eine neue Bildserie aus 2025,
sowie Magnetbilder aus früheren Jahren.
Keisuke Matsuuras künstlerischer Praxis geht es um die Erforschung der Grenzen zwischen Materie und ihrer Umgebung, sowie zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Seine Bildwerke erinnern oft an frühere Installationen des Künstlers
in der Natur, wie zum Beispiel mirror on the earth, 1997.
In seinen Werken verwendet er Linien, Quadrate, Kreise, geometrische Formen und Farben, die er im Raum oder auf der Leinwand anordnet. Teils sind sie gemalt oder auch als Objekte auf die Leinwand gesetzt, wie in seiner neuesten
Werkreihe ku. Hier malt er feine, vertikale Linien in unterschiedlichen Rhythmen und setzt eine weiße Scheibe aus Holz als Objekt davor. Der weiße Kreis auf den abwechselnd weißen und farbigen Linien erzeugt einen kinetischen Effekt,
der den Kreis über die Oberfläche wandeln lässt. Dabei steht der Kreis sinnbildlich für die Öffnung eines Raumes,
eine Metapher genau so sehr für die Einheit als auch für die Unendlichkeit. Eine Philosophie, angelehnt
an das japanische Wort zenku, zu deutsch das Ganze oder das Vollkommene.
Matsuuras Arbeiten sind stets ein Produkt synergetischer Kräfte: künstlerische Intention arbeitet gemeinsam mit beispielsweise Gravitation oder Magnetismus. Der Künstler kreiert Werke im Spannungsfeld zwischen Kalkulation und Zufall.
In der Serie jiba sieht man solch eine Synergie. Eisenspänecluster erscheinen auf weißem oder farbigen Grund
wie Sterne oder Schneeflocken am Firmament.
IRENE WEINGARTNER
Titelgebend für die Ausstellung ist die Arbeit When Butterflies Flap and Flutter Their Wings, eine Zeichnung
mit einem Cut-Out von Irene Weingartner aus dem Jahr 2025. Ähnlich dem Flügelschlag eines Schmetterlings,
der Bewegung in den vermeintlich leeren Raum setzt und damit eine Veränderung auslöst, so erforscht auch die Künstlerin
die Auswirkungen eines Impulses oder einer Bewegung. Ihren Körper versteht sie hier als eine Art Seismographen,
ein Mittler, um Impulse aufzuzeichnen und diese auf Papier zu bringen. Was zunächst als Punkt oder Linie beginnt,
entwickelt die Künstlerin in komplexe Zeichnungen. Die Künstlerin schafft bemerkenswert klare und delikate Kompositionen,
die an Strukturen aus der Natur und Architektur erinnern.
Manche ihrer Zeichnungen oder Aquarelle überspannt die Künstlerin mit Cut-Outs. So bezeichnet Weingartner
Zeichnungen auf Transparentpapier, die sie anschließend mit einem Skalpell ausschneidet.
Diese Arbeiten stehen für sich selbst, wie zum Beispiel die Arbeit Architektonische Struktur XXI, die sie mit kleinen Nadeln ungerahmt an der Wand fixiert. Besonders reizvoll ist hier das Spiel mit dem Licht, sodass sich der Schatten der Struktur
an der Wand spiegelt und so wie ein dreidimensionales Objekt wirkt.
Sie erhielt den Preis für bildende Kunst mit Soloausstellung 2025.
Ihre Vernissage und Preisverleihung fand am 21. Juni 2025 um 14 Uhr im Lenneatelier Schmallenberg statt.
Irene Weingartner lebt und arbeitet in Düsseldorf und Zürich. Nach ihrer Ausbildung zur Architekturdesignerin studierte sie Bildende Kunst an der Hochschule Luzern, an der UDK Berlin und am Chelsea College of Arts in London,
wo sie 2001 ihren MA in Fine Art abschloss. Von 2005 bis 2010 war sie als Lehrassistentin und von 2010 bis 2016
als Gastdozentin an der Zürcher Hochschule der Künste im Fachbereich Bildende Kunst tätig.
Nach Lehraufträgen an der HBK Saar in Saarbrücken, der UCA Canterbury und der Glasgow School of Art,
hatte sie die V.d. Professur der Fachklasse Zeichnung and der HBK Braunschweig inne.
Die Galerie Clara Maria Sels präsentiert erstmalig Arbeiten des japanischen Künstlers Keisuke Matsuura.
Keisuke Matsuura, (*1970 in Kyoto, Japan) studierte zunächst an der Tama Art University in Tokyo (1990 -96).
Seine Begeisterung für die ZERO-Bewegung veranlasste ihn nach Düsseldorf zu kommen.
Dort studierte er an der Kunstakademie (1979-2004) und wurde Meisterschüler von Prof.Christian Megert,
mit dem ihm bis heute eine enge Freundschaft verbindet und für den er viele Jahre als persönlicher Assistent tätig war. Matsuura arbeitet sowohl im installativen Bereich wie auch in der Malerei und Objekt-Kunst.
In seiner Ausstellung structures of the infinite space präsentiert der Künstler eine neue Bildserie aus 2025,
sowie Magnetbilder aus früheren Jahren.
Keisuke Matsuuras künstlerischer Praxis geht es um die Erforschung der Grenzen zwischen Materie und ihrer Umgebung, sowie zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Seine Bildwerke erinnern oft an frühere Installationen des Künstlers
in der Natur, wie zum Beispiel mirror on the earth, 1997.
In seinen Werken verwendet er Linien, Quadrate, Kreise, geometrische Formen und Farben, die er im Raum oder auf der Leinwand anordnet. Teils sind sie gemalt oder auch als Objekte auf die Leinwand gesetzt, wie in seiner neuesten
Werkreihe ku. Hier malt er feine, vertikale Linien in unterschiedlichen Rhythmen und setzt eine weiße Scheibe aus Holz als Objekt davor. Der weiße Kreis auf den abwechselnd weißen und farbigen Linien erzeugt einen kinetischen Effekt,
der den Kreis über die Oberfläche wandeln lässt. Dabei steht der Kreis sinnbildlich für die Öffnung eines Raumes,
eine Metapher genau so sehr für die Einheit als auch für die Unendlichkeit. Eine Philosophie, angelehnt
an das japanische Wort zenku, zu deutsch das Ganze oder das Vollkommene.
Matsuuras Arbeiten sind stets ein Produkt synergetischer Kräfte: künstlerische Intention arbeitet gemeinsam mit beispielsweise Gravitation oder Magnetismus. Der Künstler kreiert Werke im Spannungsfeld zwischen Kalkulation und Zufall.
In der Serie jiba sieht man solch eine Synergie. Eisenspänecluster erscheinen auf weißem oder farbigen Grund
wie Sterne oder Schneeflocken am Firmament.
IRENE WEINGARTNER
Titelgebend für die Ausstellung ist die Arbeit When Butterflies Flap and Flutter Their Wings, eine Zeichnung
mit einem Cut-Out von Irene Weingartner aus dem Jahr 2025. Ähnlich dem Flügelschlag eines Schmetterlings,
der Bewegung in den vermeintlich leeren Raum setzt und damit eine Veränderung auslöst, so erforscht auch die Künstlerin
die Auswirkungen eines Impulses oder einer Bewegung. Ihren Körper versteht sie hier als eine Art Seismographen,
ein Mittler, um Impulse aufzuzeichnen und diese auf Papier zu bringen. Was zunächst als Punkt oder Linie beginnt,
entwickelt die Künstlerin in komplexe Zeichnungen. Die Künstlerin schafft bemerkenswert klare und delikate Kompositionen,
die an Strukturen aus der Natur und Architektur erinnern.
Manche ihrer Zeichnungen oder Aquarelle überspannt die Künstlerin mit Cut-Outs. So bezeichnet Weingartner
Zeichnungen auf Transparentpapier, die sie anschließend mit einem Skalpell ausschneidet.
Diese Arbeiten stehen für sich selbst, wie zum Beispiel die Arbeit Architektonische Struktur XXI, die sie mit kleinen Nadeln ungerahmt an der Wand fixiert. Besonders reizvoll ist hier das Spiel mit dem Licht, sodass sich der Schatten der Struktur
an der Wand spiegelt und so wie ein dreidimensionales Objekt wirkt.
Sie erhielt den Preis für bildende Kunst mit Soloausstellung 2025.
Ihre Vernissage und Preisverleihung fand am 21. Juni 2025 um 14 Uhr im Lenneatelier Schmallenberg statt.
Irene Weingartner lebt und arbeitet in Düsseldorf und Zürich. Nach ihrer Ausbildung zur Architekturdesignerin studierte sie Bildende Kunst an der Hochschule Luzern, an der UDK Berlin und am Chelsea College of Arts in London,
wo sie 2001 ihren MA in Fine Art abschloss. Von 2005 bis 2010 war sie als Lehrassistentin und von 2010 bis 2016
als Gastdozentin an der Zürcher Hochschule der Künste im Fachbereich Bildende Kunst tätig.
Nach Lehraufträgen an der HBK Saar in Saarbrücken, der UCA Canterbury und der Glasgow School of Art,
hatte sie die V.d. Professur der Fachklasse Zeichnung and der HBK Braunschweig inne.


